taz.film [neubau] Vogelperspektive

Bautagebuch Dienstag, 20.09.2016

Fußboden fertig
Flügelglätten nervt. Nicht uns, aber die Nachbarn. Mit viel Gebrumm fährt eine Maschine rum, Quadratmeter für Quardatmeter über den noch frisch gegossenen Beton, damit sich alle Poren schließen und eine dereinst makellose Bodenschicht im Keller zur Nutzung als wasserundurchlässige Fläche zur Lagerung der wertvollen Waren des taz.shop entsteht.
Wer genau hinschaut, erkennt bereits verschiedene Zonen und Anschlüsse. In der Mitte der Gebäudekante zur Friedrichstraße hin ist eine Vertiefung zu sehen, in der wir einen Transformator des Stromnetzbetreibers unterzubringen haben, weil das örtliche Niederspannungsnetz zusätzliche Verbraucher wie die taz nicht mehr verkraftet. Über die später einmal darüber gelegte Klappe werden Besuchende künftig durch den Haupteingang ins Foyer des taz.neubau schreiten. An der Südwestseite ist Platz für die Aufzugsunterfahrt für den Lasten- und für den Personenaufzug zu erkennen, die kleinere Aussparung in der dem Besselpark zugewandten Fläche dient dem Kleingüteraufzug für die Versorgung der Restaurantküche.
Der Kran steht wie bereits erwähnt im Sprinklertank außerhalb des Gebäudes im Innenhof, an seiner Nordseite (Richtung Park) werden die Nasszellen für die Mitarbeitenden und die Gäste-WC’s eingerichtet. Gegenüber im Süden wird es einen Raum für die Entsorgung der Abfälle geben. Auf der Fläche von der dem Jüdischen Museum zugewandten Ostseite entlang der Südkante des Gebäudes bis zum Aufzug sollen einmal 100 Fahrräder ihre Stellplätze finden.
Die diagonalen Streben, die jetzt noch den Wänden des Bohlenverbaus Stabilität geben, können in den nächsten Tagen abgebaut werden, wenn genug Beton vergossen ist, dass die Wände von allein dem Druck des Erdreichs widerstehen.
abu, 20.9.2016